Gesundheitspolitik

Es ist ruhig geworden in der Spitaldiskussion, so hat man von aussen den Eindruck. Das kann ein gutes Zeichen sein: Gute Arbeit im Dienste des Patienten statt politischem Hick-Hack. Doch das täuscht:: die Diskussionen im Hintergrund rund um das Spitalwesen gehen weiter. Ziel ist, so befürchte ich, ein Herunterschauben der kantonalen Leistungen im Gesundheitswesen – Stichwort Abbau der Kapazitäten.

Wie sieht das unter dem regionalen Aspekt aus? Baselstadt wird ein neues Klinikum 2 bauen, und in Dornach werden 27 Mio. Franken in Neu- und Ausbau des Spitals investiert. Dagegen überlegt sich Baselland die Schliessung des Bruderholzspitals, und auch Laufen ist noch längst nicht gerettet. Ein einseitiger Abbau im Kanton Baselland führt zur Verlagerung der Leistungen nach Basel oder Dornach, und nicht zu einem Abbau der regionalen Kapazitäten! Die Fusion der Spitäler in Baselland und Baselstadt würde genau diesen (unsinnigen) Weg beschleunigen.

Wie man hört, werden die Investitionen in die beiden Spitäler Laufen und Bruderholz zurück gefahren. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Ein Abbau der regionalen Bettenkapazitäten darf auf keinen Fall alleine zu Lasten des Kantons Baselland gehen. Einseitiger Abbau im Baselland spart keine Kosten – im Gegenteil: die Leistungen im Unispital werden teuer eingekauft werden müssen – und die Zahl der Menschen, die krank sind und behandelt werden müssen, bleibt ja gleich!

Vergessen wir nicht: die Schliessung von Spitälern führt nicht nur zu einem Leistungsabbau, sondern auch zu einem wirtschaftlichen Aderlass. Das Gesundheitswesen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Darum meine Forderung an die kantonale Politik: Es müssen innovative Lösungen an die Hand genommen werden, die die Versorgung sicher stellen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort stärken. Innovation und Stärkung sind gefragt. Was einmal abgebaut und abgerissen wird, kann nie mehr wieder aufgebaut werden!

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